Insolvenzfälle in der Steuerberatungspraxis (Live-Webseminar)

Insolvenzfälle in der Steuerberatungspraxis (Live-Webseminar)
 
Wie beraten Sie in diesen Krisenzeiten insolvenzgefährdete Mandanten?
Und welche Risiken drohen bei der Betreuung in der Insolvenz?
Wir freuen uns, dass wir zur Klärung dieser Fragen Herrn Dr. Trossen (RiBFH) gewinnen konnten, der Ihnen in diesem Spezialseminar wertvolle Hinweise und Empfehlungen für die Praxis im Krisenmandat geben wird. Gerade in den aktuellen Zeiten ein „Muss“ für die Beratungspraxis.

Ihre Termine zur Auswahl:

Reine Webseminarzeit ohne Pausen: 3 Stunden (Webseminar gem. § 15 Abs. 2 FAO)
 

1 Termine

Termin Referent(en) Hinweise  
17.06.2021,
13:00 - 16:15
Trossen, Dr. Nils Buchen
 

Detaillierte Seminarinhalte:

SEMINARBESCHREIBUNG

Mit Beginn diesen Jahres ist die Aussetzung der Antragspflicht wegen Überschuldung ausgelaufen.
Damit unterliegen überschuldete Unternehmen aktuell im Grundsatz wieder der Insolvenzantragspflicht.
Eine Ausnahme galt zunächst bis zum 30.04.2021 unter bestimmten Umständen für überschuldete oder zahlungsunfähige Unternehmen, die staatliche Hilfsprogramme anlässlich der Covid-19-Pandemie beantragt haben.

Das bedeutet in der Praxis, dass in Krisenmandaten erhebliche Rechts- und Haftungsrisiken drohen. Daneben werfen die Änderungen des Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmengesetz (StaRUG) ihren Schatten voraus.

Überblick über die aktuellen gesetzlichen Änderungen

1. Covid-19-Insolvenzaussetzungsgesetz – Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht – aktueller Sachstand
- Aussetzung der Antragspflicht
- Anfechtungsschutz für pandemiebedingte Stundungen
2. Gesetz zur Fortsetzung des Sanierungs- und Insolvenzrechts (SanInsFoG)/
- Modifizierung der Antragsgründe
- Änderung der Insolvenzantragspflichten
- Neuregelung der Zahlungsverbote nach Eintritt der Insolvenzreife
3. Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG)
- Pflicht zur Einrichtung eines Krisenfrüherkenungssystems
- Entfallen der Pflicht zur Wahrung der Gläubigerinteressen bei drohender Zahlungsunfähigkeit
- Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen
4. Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens
- Verkürzung der Wohlverhaltensperiode
- Freigabe selbständiger Tätigkeit
- Entfallen von Tätigkeitsverboten
- Nichterfassung von Masseverbindlichkeiten

Vor der Insolvenz – aktuelle Beratungsfragen im Rahmen der Krise

1. Erlaubter Beratungsumfang
2. Auskunftsanspruch des Insolvenzverwalters
3. Neues zum Rangrücktritt
4. Auswirkungen der Neuregelungen auf die Hinweispflicht des steuerlichen Beraters

In der Insolvenz - Praxisfragen zur steuerlichen Beratung im Insolvenzverfahren

1. Steuererklärungspflicht und -fristen
2. Festsetzung im vorläufigen Insolvenzverfahren
3. Festsetzung im Insolvenzverfahren
- Insolvenzforderungen
• Erlass von Steuerbescheiden
• Berechnungsmitteilungen
• Erstattungen, Nullfestsetzungen
- Masseforderungen
- Zusammenveranlagung
4. Bekanntgabe von Feststellungsbescheiden, Steuermessbeträgen, Haftungs- und Duldungsbescheiden
5. Nebenforderungen
- Säumniszuschläge
- Verspätungszuschläge
- Zinsen
- Vollstreckungskosten, Zwangs- und Ordnungsgelder
6. Anmeldung und Feststellung zur Tabelle
- Inhalt und Form der Anmeldung
- Wirkung der Tabellenfeststellung
• Auswirkung auf Verteilungsverfahren
• Folgen für Haftung
7. Widerspruch gegen angemeldete Forderungen
- Widerspruch des Insolvenzverwalters
- Widerspruch des Schuldners/Gläubigers

Aufrechnung im Insolvenzfahren

1. Voraussetzungen und Allgemeines
2. Aufrechnungsverbote
3. Umsatzsteuerliche Aufrechnungslagen
- USt- und VSt-Berichtigungen
- Aufrechnung ggü. Vorsteuervergütungsanspruch
- Zwangsverrechnung nach § 16 Abs. 2 UStG
- Dauerfristverlängerung und Sonder-VZ
- Vergütung des vorläufigen Insolvenzverwalters
4. Rechtsprechung des BFH
5. Aufrechnung nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens
6. Aufrechnung in der Wohlverhaltensphase

Umsatzsteuerliche Fragen

1. Vorläufige Insolvenzverwaltung und § 55 Abs. 4 InsO
2. Doppelberichtigungsrechtsprechung des BFH
3. Verwertung sicherungsübereigneter Gegenstände

Empfehlungen zur Honorarsicherung

1. Vorschuss
2. Schuldanerkenntnis
3. Abtretung
4. Anfechtung von Honorarzahlungen/Bargeschäft