Workshop Verfahrensrecht (Live-Webseminar)

Workshop Verfahrensrecht (Live-Webseminar)
 

Praxishürden der AO gekonnt meistern!

Das Verfahrensrecht wird oft unterschätzt. Allzu leicht wird dem Finanzamt hier vorschnell das Feld überlassen. Unser Workshop Verfahrensrecht schafft hier Abhilfe. Er macht Sie fit für die wichtigsten Praxisfälle. So können Sie dem Finanzamt auch auf diesem Rechtsgebiet auf Augenhöhe begegnen.Im Workshop werden relevante Lösungen und Handlungsempfehlungen anhand zahlreicher Beispiele und Fallgestaltungen dargestellt. Das betrifft einerseits die aufgrund von Corona ins Leben gerufenen Sonderregelungen. Andererseits aber natürlich auch altbekannte Praxishürden, die immer wieder aus dem Weg zu räumen sind.

Detaillierte Seminarinhalte:

Durchblick im Corona-Wirrwarr

1. Abgabe von Steuererklärungen
- Welche Fristen gelten für wen?
- Zu spät eingereicht: droht ein Verspätungszuschlag?
- Fallen Zinsen an?
2. Stundung, Erlass, Vollstreckung, abweichende Steuerfestsetzung – was geht?
- Stundungsanträge richtig stellen
- Welche Steuern können gestundet werden?
- Fallen Stundungszinsen an?
- Sonderregelungen für den Erlass von Steuern?
- Corona-Hilfen wirklich steuerpflichtig? Antrag auf abweichende Steuerfestsetzung zwingend!
- Aussetzung der Vollstreckung
- Einstweilige Einstellung – wie kann der Mandant sich schützen?
- Insolvenzantragspflicht seit 01.05.2021 – aber nicht für Flutopfer
- Muss Berater auf die Insolvenzantragspflicht hinweisen?
3. Problemkreis Vorauszahlungen
- Qualifizierung als sonstiger Verwaltungsakt
- Wie werden Unterstützungsleistungen berücksichtigt?
- Vorsicht Falle: keine Aussagen zu den Vorauszahlungen im Folgebescheid
- Achtung: keine Zahlungserinnerung mehr
- Antrag auf nachträgliche Vorauszahlung
- Vorläufiger Verlustrücktrag
4. Korrektur sonstiger Verwaltungsakte
- Darstellung sonstiger Verwaltungsakte
- Ablehnungsbescheid: Dauer der Einspruchsmöglichkeit
- Zu Unrecht abgelehnt: Was ist zu tun?
- Rechtmäßige Entscheidung des Finanzamtes – Rücknahme wann und wie möglich?

Dauerbrenner in der Praxis – Die Standard-Korrekturvorschriften

1. Offenbare Unrichtigkeiten
- Was sind offenbare Unrichtigkeiten?
- Fehler „beim Erlass“
- Übernahmefehler – wirklich überholt?
- Rechtsirrtum des Steuerpflichtigen – kann das Finanzamt den Übernahmefehler berichtigen?
- Programmgestützter Prüfhinweis nicht beachtet – muss das FA in die festsetzungsnahen Daten schauen?
- FA nutzt Risiko-Management-System: Hinweise werden nicht beachtet
- Finanzamt nimmt die falsche Kennziffer – mechanisches Versehen?
- Doppelter oder zu wenig Arbeitslohn berücksichtigt – berichtigungsfähig?
- Gilt § 129 AO auch bei Altersvorsorgezulagen?
- Fehler erkennbar, aber weitere Ermittlungen erforderlich – Fall des § 129 AO?
- Würdigung hypothetischer Abläufe – bewusstes nicht zur Kenntnis nehmen
- Abgrenzung zu § 173a AO: Fehler, die bei der Erstellung der Steuererklärung unterlaufen

2. Nachträglich bekannt gewordene Tatsachen – § 173 AO
- Voraussetzungen
- Was heißt „nachträgliches Bekanntwerden“?
- Tatsache aus vorangegangenen Bescheiden – schon bekannt?
- Kenntnis unzuständiger Dienststellen
- Änderungen zugunsten und zuungunsten
- Nacherklärte Kapitaleinkünfte und Günstigerprüfung
- Praxisproblem: Grobes Verschulden (Steuerpflichtige, Berater, Mitarbeiter)
- Verschulden des Finanzamtes
- Unbeachtlichkeit des groben Verschuldens undFallbeispiele
- Vollschätzung und unvollständige Steuererklärung
- Zuschätzung im Rahmen der BP – geht das über § 173 AO?
- Rechtserheblichkeit – nicht vergessen!
- Kann nach einer Außenprüfung noch geändert werden?
3. Änderung wegen Grundlagenbescheiden
- Wann liegt ein Grundlagenbescheid vor?
- Entfaltung von Bindungswirkung
- Ablaufhemmung beachten
- Finanzamt wertet nach Jahren aus – noch rechtmäßig?
4. Fehler bei der Datenübermittlung
- Funktionsweise des § 175b AO: Daten oder Grundlagenbescheid?
- Was sind Daten des Steuerpflichtigen?
- Kann trotz Rechtsanwendungs- und Ermittlungsfehler des Finanzamtes zu Lasten des Steuerpflichtigen korrigiert werden?
5. Vorbehalt der Nachprüfung
- Wann ein Bescheid unter VdN ergehen kann…
- Umfassende Änderungsmöglichkeit?
- Wichtig: Aufhebung und Wegfall des VdN
- Bitte die Ablaufhemmung beachten!
- VdN vergessen? Ein kleiner Trick!
- Brennpunkt Umsatzsteuer: EuGH-Rechtsprechung kann umgesetzt werden – wie geht dies?
6. Vorläufigkeit nach § 165 AO
- Ungewisse Sachverhalte und Rechtsfragen
- Vorläufigkeit von Amts wegen? Katalog überprüfen!
- Ermessen und Verfahrensfragen
- Richtige Formulierung im Bescheid: unbedingt beachten!
- Beseitigung der Ungewissheiten und Ablaufhemmung
- Lieblingsfall: Liebhaberei
- Frühzeitige Geltendmachung von Verlusten: Vorläufigkeit kann helfen!

Zielgruppe:

  • Steuerberater/innen
  • Wirtschaftsprüfer/innen
  • Leitende Mitarbeiter/innen in Steuer- und WP-Kanzleien
  • Rechtsanwälte/innen

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1 Termine

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26.01.2022,
09:00 - 16:30
26.01.2022,
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